FAQ allgemein

Sie finden hier Antworten auf häufig gestellte Fragen. Die Liste wird laufend erweitert. Schauen Sie einfach ab und zu wieder einmal herein, um sich auf dem Laufenden zu halten. Wenn Ihre Frage hier nicht zu finden ist, dann wenden Sie sich bitte an das Torcman-Team.


AnkerF1: Was unterscheidet einen Torcman von herkömmlichen Brushless Motoren?

A1: Torcman Motoren sind Brushless-Außenläufer-Motoren, d.h. im Gegensatz zu herkömmlichen Motoren dreht sich der Rotor mit den Magneten nicht innerhalb der Wicklung sondern außerhalb. Durch den größeren Hebelarm des Rotors haben Außenläufer-Motoren ein höheres Drehmoment als Innenläufer. Der zweite Hauptunterschied ist die Polzahl. Normale Brushless-Motoren sind 2- oder 4polig, Torcman Motoren sind als 10- oder 14pol-Varianten ausgelegt. Das Drehfeld des Stellers (siehe Drehzahlsteller) muss sich deshalb 5- bzw. 7-mal drehen, bis die Magnetglocke eine vollständige Umdrehung macht. Daraus ergibt sich eine "elektrische Übersetzung" von 1:5 bzw. 1:7.
Als Folge der beschriebenen Eigenschaften können Torcman Motoren auch große Luftschrauben ohne lautes und verlustbehaftetes Getriebe antreiben. Der sinnvolle Drehzahlbereich der 10pol-Versionen liegt zwischen 8.000 und 16.000 U/min und zwischen 5.000 und 10.000 U/min für 14pol-Motoren.


AnkerF2: Können Torcman-Motoren auch als Aufbaumotoren verwendet werden?

A2: Ja. Die Standard-Version aller Motoren ist aber die Einbau-Variante, bei der der Motor hinter dem Spant sitzt, die Welle durch den Spant ragt und die Glocke sich innerhalb des Rumpfes dreht. Soll der Motor als Aufbau-Motor eingesetzt werden, d.h. die Luftschraube direkt an der Glocke befestigt werden, so erfordert dies eine andere Endmontage, bei der die Welle nach hinten aus dem Rotor ragt. Außerdem muss eine Welle mit Bund verwendet werden, der die Zugkraft des Motors auf das Kugellager überträgt. Auch bei Hubschraubern wird oft das Abtriebsritzel auf der hinteren Seite montiert, bei hohen Leistungen ist aber ein zusätzliches Lager angeraten.


AnkerF3: Wie finde ich den richtigen Motor für mein Modell?

A3: Gehen Sie auf der Webseite auf die entsprechende Sparte (Flächenmodelle oder Helikopter) unter dem Bereich Konfiguration.
Wählen Sie aus der Tabelle die Zeile aus, die am besten Ihre Anwendung beschreibt:
Art des Modells, Gewicht, Zellenzahl ...
In der rechten Spalte finden Sie die passende Motortype, z.B. TM350-20.
Nun muss noch die Wicklung bestimmt werden. Die können Sie entweder mit dem Torcman Konfigurator (Excel-Berechnungsprogramm) sehr genau berechnen oder sie gehen auf die Seiten Akkus/Luftschrauben und wählen dort aus der entsprechenden Tabelle die passende Wicklungsvariante aus. Hierzu müssen Sie wissen, wie viele Zellen, welchen Strom und welche Luftschraube Sie verwenden wollen. Sollte keines der Beispiele auf Ihre Anwendung zutreffen oder Ihnen Angaben fehlen, können Sie sich gerne an einen unserer Berater wenden - siehe Seite Kontakt.


AnkerF4: Was ist bei der Wahl des Drehzahlstellers (Controllers) zu beachten?

A4: Bei der Auswahl des Drehzahlstellers (oft auch als Regler oder Controller bezeichnet) müssen folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • der Steller muss für bürstenlose, sensorlose Motoren geeignet sein
  • der Steller muss dem Strom und der Spannung (Zellenzahl) der jeweiligen Anwendung  gewachsen sein - hier kann etwas Sicherheit nie schaden
  • der Steller muss die Möglichkeit haben, das Timing (Voreilung des Drehfeldes) auf 15 bis 30 Grad einzustellen bzw. dies automatisch tun
  • je nach Anwendung muss der Steller eine Bremse haben oder nicht (meist programmierbar)
  • bei Modellen, die nicht nur in Vollast betrieben werden, muss der Steller teillastfest sein
  • die derzeit verfügbaren Steller arbeiten bis ca. 24 Zellen gut mit 14pol-Motoren, oberhalb von 24 Zellen sollten generell 10pol-Motoren verwendet werden
  • Sie sollten vor dem Kauf entscheiden, ob das Modell mit BEC-Steller (Versorgung der RC-Anlage über den Antriebsakku) oder mit Optokoppler (separater Akku für RC-Anlage) betrieben wird. Wenn möglich, empfehlen wir für den sicheren Betrieb die Opto-Version, da das Modell bei Ausfall des Flugakkus dann noch voll steuerbar bleibt
  • vor Verwendung von anderen Stellern als die von Torcman vertriebenen sollte generell der jeweilige Hersteller konsultiert werden
  • weitere Informationen unter Konfiguration - Drehzahlsteller

AnkerF5: Ich möchte einen Torcman in meinen Segler einbauen, aber die Rumpfspitze ist zu eng. Gibt es eine Lösung?

A5: Für diesen Fall haben wir für alle Motorgrößen Verlängerungsadapter im Programm, die den Motor um 20-50mm nach hinten versetzen und dadurch einen Einbau in schlanke Rümpfe ermöglichen. Dieses Verlängerungs-Kit besteht aus einem Aluminium-Drehteil, einer verlängerten Welle und einem zusätzlichen Kugellager. Siehe auch unter Motoren oder Shop.


AnkerF6: Wie entscheide ich, ob ich die 10pol- oder 14pol-Version benötige?

A6: Torcman Außenläufer-Motoren haben durch die Anzahl von Stator- und Magnetpolen eine "elektrische Übersetzung" eingebaut. Das heißt, das elektrisch erzeugte Drehfeld muss mehrere Umdrehungen machen, bis sich die Magnetglocke einmal vollständig dreht. Die 10pol-Variante hat ein Übersetzungsverhältnis von 1:5, die 14polige Version von 1:7. Aus diesem Grunde drehen die 10pol-Motoren etwa um 30% schneller als die 14-Poler bei gleichem Stator. Da die Drehzahl bei diesen Motoren durch die Controller limitiert wird, endet der Arbeitsbereich von 14pol-Motoren je nach Drehzahlsteller und Motor zwischen 10.000 und 14.000 U/min. 10pol-Motoren können theoretisch bis zu 20.000 U/min und mehr erreichen, jedoch darf die Betriebsdrehzahl bei Torcman Motoren 16.000 U/min nicht überschreiten.

Bevorzugte Anwendungsgebiete für 10pol-Versionen: Helikopter, Modelle mit hochdrehenden, kleinen Luftschrauben, Hotliner, alle Flächenmodelle mit 24 Zellen und mehr.

Bevorzugte Anwendungsgebiete für 14pol-Versionen: Slowflyer, Parcflyer, E-Segler, Funflyer, Kunstflugmodelle bis 24 Zellen.

Oft erlauben Modelle aufgrund der Bodenfreiheit nicht die Verwendung großer Luftschrauben. Auch hier ist manchmal die Entscheidung zugunsten der 10pol-Version zu treffen.